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Ihre Geschichte

Guten Abend.

Wir waren wieder unterwegs. Diesmal vom 13.1 bis 17.1.

Wieder einmal haben wir sehr viele Obdachlose gefunden. In den letzten vier Tagen waren es 55 Obdachlose. Da wir die letzten Tage nicht nur Winterpakete ausgeben, sondern auch noch verschiedene Arten von Suppe, Punsch, leckere Köstlichkeiten, Brot und Wasser. Das Konzept was wir verfolgen wird immer größer und erstaunlicher. Immer mehr Menschen schließen sich Ringo for Homeless an, um bei etwas einzigartigen dabei zu sein. Ich muss mich bei allen Teilnehmenden recht herzlich bedanken, denn ohne eure Hilfe wäre das alles nicht möglich. Ich bekomme nicht nur Nachrichten aus Österreich, sondern mittlerweile auch schon aus Deutschland und der Schweiz 😀

Ich bin echt begeistert, was wir hier auf die Beine gestellt haben. Mitte Februar werde ich alles zusammenfassen, was alles in diesen Winter umgesetzt worden ist.

Jetzt aber noch ein paar Worte zu Obdachlosen.

Vor zwei Tagen habe ich zwei junge Menschen auf der Straße gefunden. Beide waren definitiv unter 25 Jahre alt. Ich sah das Mädchen eingerollt am eiskalten Boden liegen. Als ich sie so liegen sah, tat es meinem Herzen so richtig weh. Aber so richtig.

Die Angst das sie diese Nacht vielleicht erfrieren könnte, oder sie an Drogenkonsum sterben würde, war einfach nur schrecklich. Der Gedanke an das Gesehene, was dich in der Nacht immer wieder munter lassen wird, weil das Mitleid für diese Menschen richtig groß ist. Jeder von uns hat Fehler, absolut jeder. Kein Mensch verdient es so unterzugehen. Egal wie hart die Arbeit mit Kindern ist oder man die Ausrede sucht, ich kann nichts mehr tun für sie, die stößt mir einfach sauer auf. Ich habe auch Kinder, aber ich wüsste ganz genau, wie ich meine Kinder davon wieder wegbekomme.

Wie ich sie eben so eingerollt liegen gesehen habe, kam sie mir vor wie ein kleines Kind, das einfach nur geliebt werden möchte. Ein Kind das verstoßen wurde, weil sie einen schrecklichen Fehler begangen hat. Einen Fehler, den man ihr nicht verziehen hat. Sollte sie auch die Suchthilfe abgelehnt haben, dann würde ich meinem Kind beistehen, bis sie wieder die alte wäre. Leider kommen manche nie wieder raus, weil sie den Absprung alleine nicht mehr schaffen. Genau aus diesem Grund, will ich helfen. Das ist es, was mich zu Höchstleistungen bringt.

Drogen können einen leider komplett zerstören. Ich habe es in letzter Zeit, leider viel zu oft mitbekommen.

Am Donnerstag haben wir einen gefunden, der in Mistkübel nach essen gesucht hat. Er wollte nirgends anders hingehen, weil er alleine bleiben möchte. Alleine und weit weg von allen. Diese Menschen findet man nur in der Nacht. Damit sie nicht gesehen werden. Jedoch haben wir ihn gefunden und ihm ein Lächeln ins Gesicht gezaubert 😊. Das hat mich persönlich sehr glücklich gemacht. Da wir ja immer wieder etwas zu essen mithaben, konnte ich ihm sogar einiges einpacken, damit er frisches Essen für ein paar Tage hat 😊.

Heute haben wir eine größere Menge von Obdachlosen gefunden. Die Armut war ihnen ins Gesicht geschrieben. Die haben sich heute regelrecht um die Sachen gestritten. Ich habe sie beruhigen können und ihnen mitgeteilt, dass ich jede Menge noch auf Lager habe. Nach der Ausgabe von den Winterpaketen, Bekleidung und Schuhe, haben sie den leckeren Punsch und die Suppe genossen. Ein Riesen Dankeschön nochmals an die Helferinnen 😀

Dann habe ich noch einen Vater mit seinen Sohn gesehen. Mann konnte die Verzweiflung in seinen Augen sehen. Es traf mich sehr hart, denn kein Kind sollte auf der Straße sein. Kein Kind sollte auch betteln müssen um essen und trinken. Ein Kind sollte Kind sein dürfen. Den Vater sehe ich morgen nochmals, danach werde ich herausfinden, was er benötigt. Vielleicht werde ich dafür von euch Hilfe benötigen.

Leider ist es wieder einmal ein langer Text geworden, aber diese Menschen haben sehr viel zu erzählen und ich gebe nur einen Bruchteil hier weiter, sonst würde ich noch ein paar Tage hier sitzen und euch jedes Detail noch genauer schildern, aber das wird alles in meinem Buch niedergeschrieben werden.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

In Dankbarkeit euer

Phillip Ringo Nussbaumer

Die Geschichten von 3 Obdachlosen

Hallo liebe Freunde und Bekannte.

Wir waren wieder unterwegs für die gute Sache.Diesmal vom 9.1 bis 13.1.

Wieder einmal muss ich mich bei meinen Begleitern bedanken. Meine Begleiter zeigen immer wieder neuen Mut und Hoffnung für Menschen die es brauchen. Menschen die abgeschieden leben und sich von uns abgekapselt haben. Menschen die lieber in der Kälte sind, als bei Menschen die ihnen schlechtes antun wollen. Die letzten Tage waren sehr ereignisreich. Ich habe viele neue Obdachlose kennenlernen dürfen und ihre Geschichte dazu.

Einer davon heißt Thomas. Er ist schon ziemlich lange auf der Straße. Fast 15 Jahre. Leider hat ihm das Leben stark zugesetzt. Aber er ist ein Kämpfer. Ein Kämpfer für sich selbst. Er ist eigentlich ein Wahnsinn. Was er durchgemacht hat und jetzt lebt, das ist mit Worten nicht zu beschreiben. Die Geschichten von den Obdachlosen werde ich in einem Buch verfassen. Da nehme ich mir Zeit dafür um gut davon berichten zu können. Aber nochmals zu Thomas. Obwohl er ein Obdachloser ist, hat er eine besondere Ausstrahlung. Eine Ausstrahlung die mich beeindruckt hat. Obwohl er alleine ist, ist seine Seele frei und mit so viel Liebe, was mich echt zum nachdenken bringt. Obwohl er nichts hat, hat er jedoch viel mehr als manche Menschen. Selbst das Leid kann ihn nicht zerstören, da er die Macht besitzt, andere zu lieben. Das macht ihn wahrhaftig zu einem besonderen Menschen. Ich habe es gespürt und ich danke ihn vielmals dafür.

Dann ist da noch Philipp. Er ist 82 Jahre alt und schon über 20 Jahre auf der Straße. Er ist ebenso ein besonderer Mensch und hat ebenso eine verdammt gute Einstellung zu Menschen. Obwohl er sehr viel durchgemacht hat, schimpft er nicht über andere, sondern er ist sehr sehr dankbar für das was er hat. Dort wo ich ihn gefunden habe, dort lebt er schon seit Jahrzehnten. Das muss man sich mal vorstellen können. Er trotz jeder Hitze, jeder Kälte. Er hat eine sehr bewegte Kindheit und Vergangenheit hinter sich, genau aus diesem Grunde macht er mich glücklich. Er hat sein Lächeln und seine angenehme Art und Weise nicht verlernt. Es ist das Geld, der Neid, der Hass, alle schlechten Dinge die uns zu anderen macht. Doch diejenigen die nichts haben, die sind so, wie ich die mir vorstelle. Dankbar, hilfsbereit, motivierend, liebevoll, usw….Ich danke Philipp dafür, dass er mich in sein Herz gelassen hat. Ich danke ihn für seine Dankbarkeit und das aus tiefstem Herzen.

Dann gibt es noch Stefan. Stefan ist zu allen anderen Obdachlosen ein junger Mensch, der noch sein ganzes Leben vor sich hat. Mit 35 Jahren auf der Straße ist er noch relativ jung. Doch auch er hat vieles zu erzählen, was mein Herz berührt und bewegt. Mit so vielen Verlusten, dennoch den Kopf hoch behalten um seine Würde nicht zu verlieren, das grenzt für mich an ein Wunder. Tapfer zu sein in den finsteren Nächten, tapfer zu sein für andere, tapfer zu sein für schwache. Das macht Stefan zu einem Obdachlosen, mit viel Herz und einen starken Charakter. Wo viele Obdachlose zuerst auf sich schauen, ist er einer, der zuerst auf andere schaut und dann erst auf sich selber. Er hat mich zu Tränen gerührt und mich etwas gelehrt, was ich in dieser Konstellation niemals gelernt hätte.

Abschließend zu diesen Tagen, habe ich eine Bitte an euch. Diese Obdachlose benötigen etwas warmes. Sie bitten mich um eine Suppe. Eine warme Nudelsuppe. Wer von euch könnte Nudelsuppe kochen und in warmen haltbaren Gefäßen warm halten?

Ich würde mich mit Personen in Kontakt setzen, die das für mich tun würden. Ich werde alle Gefäße natürlich auswaschen und wieder retour bringen.

Ich gehe jeden Tag ab 17.00 Uhr. Jeden Tag, auch Samstag und Sonntags. Ich bin an einigen Tagen sogar ab 12.00 Uhr unterwegs. Falls wer etwas für mich oder den Obdachlosen machen könnte, wären wir echt sehr dankbar dafür.

Winterpakete

Hallo liebe Freunde.

Ich werde immer zusammenfassend schreiben, denn ich habe leider nicht jeden Tag Zeit zum schreiben.

Die letzten Tage vom 4.1 bis 9.1 waren wieder sehr kalt und unangenehm für Obdachlose die draußen schlafen müssen. Wir waren sehr viel unterwegs und konnten in den letzten 4 Tagen weitere 16 Winterpakete ausliefern.

Leider haben wir einige Obdachlose unter sehr schwierigen Verhältnissen gefunden.

Da war ein Obdachloser in der Nähe vom Donaukanal.

Jeder weiß, wo es Wasser gibt, gibt es auch Ratten. Wir haben einen Obdachlosen gefunden der unter einer Brücke lebte. Als wir ihm immer näher kamen, roch es ziemlich schlimm, etwas grausiges. Danach liefen zwei große Ratten von dem Obdachlosen davon. Ich fragte den Herrn, ob er etwas brauchen würde, zuerst lehnte er alles ab, aber nach einem kurzen Gespräch, hat er doch etwas angenommen. Ich fragte ihn aber aus Neugierde, ob es ihm nichts ausmacht, dass Ratten in seiner Nähe sind. Er meinte nur, nein, ich bin es schon gewöhnt. Sie tun mir ja nichts.

Ich habe ihn auch gefragt, ob er nicht in eine Unterkunft möchte. Aber er lehnte so ziemlich alles ab. Leider konnten wir nicht mehr für diesen Herrn tun. Ich habe ihn meine Telefonnummer gegeben, damit er mich jederzeit anrufen kann.

Die Nächte in der wir unterwegs waren, konnte ich vieles lernen. Wir sollten viel öfter für das dankbar sein, was wir haben und sich nicht immer wieder beschweren, was wir nicht haben oder haben könnten. Es ist klar, dass wir für unsere liebsten nur das beste wollen, aber es tut auch gut, wenn wir Dinge oder Menschen sehen, denen es verdammt dreckig geht. Oder wenn wir Angst verspüren, in kalten und düsteren Nächten, die Gefahr könnte überall nach jeder Ecke auftauchen und wir wären der Gefahr schutzlos ausgeliefert. Ich bin jetzt schon sehr oft in Wien unterwegs. Ich habe viele Orte und düstere Winkel der Stadt Wien kennengelernt. Die Menschen die mich mittlerweile begleiten, können dies bestätigen. Ich habe Gott sehr oft gebeten, dass er mir Mut geben soll und meine Angst verschwinden lassen soll. Ich habe keine Angst mehr. Meine Angst ist verschwunden und ich gehe ziemlich klar durch wien und diene dem Herrn mit sehr viel Zuversicht.

Gestern waren wir ebenso dort unterwegs, wo kein Mensch freiwillig hingeht. Immer wieder sage ich den Menschen die mich begleiten, dass sie keine Angst haben müssen. Jeder der mit mir mitgeht und mir vertraut, der braucht keine Angst zu haben.

Als wir unterwegs waren und schon fast am Heimweg waren, bat ich Gott im Gedanken um Hilfe. Er möge mir noch einen Obdachlosen zeigen. Er zeigte ihn mir. Wir waren zum Abschluss in der Nähe von der Gruft. Da diese komplett belegt war, suchte sich Christian einen Platz im Freien zum schlafen. Wir haben Christian angesprochen. Auch er hat ein Verhalten eines Obdachlosen und war mit dem zufrieden was er hatte. Obwohl er nicht für den Winter angezogen war und auch ungenügend Material zum zudecken gehabt hat. Er setzte sich auf und schaute uns an. Danach begann er mit uns zu reden. Er bedankte sich sehr oft bei uns. Danach haben wir ihm ein Winterpaket geben dürfen. Aber nicht nur das, sondern wir haben gemeinsam gebetet, damit er diese Nacht gut überstehen möge. Vor einigen Wochen hatte Christian leider eine sehr schmerzhafte Erfahrung machen müssen. In einer Einrichtung für Obdachlose, hatten ihn einige Migranten ausgeraubt und haben ihn mit einem Messer sehr schwer verletzt. Er zeigte mir seine Wunden und sie sind noch immer nicht verheilt. Leider hat er auch ein Problem mit Alkohol, sodass er leider keine oder sehr geringe Hilfe in Anspruch nimmt. Ich habe ihn meine Hilfe angeboten und er möchte auch meine Hilfe annehmen. Was für mich sehr erfreulich war. Ich werde Christian heute Wiedersehen und werde ihn etwas frisches und warmes zu essen kaufen. Danach werde ich mich mit ihm unterhalten und schauen, wie wir gemeinsam weitermachen können. Vielleicht kann er von mir so sehr motiviert werden, damit ich ihn von der Straße bekomme.

Da ich in den letzten Jahren sehr sehr viel Erfahrung auf der Straße sammeln konnte und mir auch sehr viel niedergeschrieben habe, werde ich auch über das Leben auf der Straße ein Buch verfassen. Ein Buch, das uns zum nachdenken bringen soll und ein Buch, was auch einiges aufdecken wird, was in unserer Gesellschaft passt oder einfach nur mit Füßen getreten wird.

Für mich ist es wichtig, dass jeder Mensch es verdient hat, Mensch zu bleiben. Wir alle sind Menschen aus Fleisch und Blut. Sehr viele Obdachlose stehen zu unrecht auf der Straße. Sehr viele haben sehr schwere Verluste ertragen müssen und konnten den Anschluss nicht mehr erreichen. Viele versanken in eine Depression und kamen ohne Hilfe nicht mehr weiter.

Jeder von uns, absolut jeden kann es treffen. Egal ob reich oder arm.

In einigen Tagen werde ich wieder zu euch schreiben. Werde euch erzählen, was wir erlebt haben und wie es mit manchen weitergeht.

Falls mich jemand einmal begleiten möchte, so gebe ich euch die Gelegenheit, dass ihr hautnah miterleben könnt, was ich in meiner Freizeit mache. Was wir für andere tun können.

Bis jetzt haben mich Missionare der Kirche Jesu Christi begleitet. Es sind ganz besondere Menschen und ich möchte mich bei ihnen bedanken, dass auch sie sich Zeit nehmen, obwohl ich sie einer Gefahr aussetze.

Danke euch vielmals ♥️

Auch Jessica durfte mich begleiten 😀

Darf gerne geteilt werden

In tiefster Demut und Dankbarkeit euer

Phillip Ringo Nussbaumer

Etwas zum nachdenken

Wenn man das erste mal Obdachlose auf Straßen sucht, dann weiß man nie, was einen erwartet. Am Anfang hat man schon Angst, wenn es finster ist und man solchen Leuten auf Bahnhöfen, Bushaltestellen, usw… begegnet.

Es spielt immer etwas Angst im Kopf herum. Man macht sich um sich selbst sorgen und man möchte sich so gut es geht schützen, damit uns nichts passiert. Aber es geht leider noch viel tiefer in einen hinein, wenn man vor einem leerstehenden Haus steht. Es ist alles finster. Kein Licht und keine Taschenlampe. Wenn man nur vor dem Haus steht, bekommt man es mit der Angst zu tun. Erst dann weiß man, was heißt, ein sicheres Zuhause zu haben. Was es bedeutet, wie wichtig es ist geschützt zu sein.

Dann kommt der Moment, man betritt das Haus. Es ist niemand zu sehen und dir ist das Herz das erste mal in die Hose gerutscht. Du gehst weiter, dann plötzlich hörst du ein Geräusch, man weiß nicht wo es herkommt oder was es ist. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder du läufst raus, oder du hast den Mut und gehst weiter. Um denen zu helfen, die es benötigen. Es spielen sich viele Gedanken in deinem Kopf ab. Das einzige was bleibt, ist der Gedanke an Gott, um ihn zu bitten, dass er dich beschützen möge.

Dann gehst du weiter. Weiter in einen nächsten Raum, du siehst einen Obdachlosen und du erschrickst dich so sehr, weil es einfach nur Angst ist, die du fürchtest. Man glaubt, dass man es gewöhnt wird, keine Angst zu haben. Aber das stimmt, die Angst begleitet uns überallhin. Aber man kann lernen, mit ihr umzugehen. Was für Ängste müssen diese Menschen gehabt haben, als sie die ersten Male allein an einem dunklen finsteren Ort verbracht haben? Wieviel Angst haben sie tagtäglich, dass ihnen jederzeit etwas schreckliches passieren kann. Ein Obdachloser hat wahrlich kein schönes Leben, auch wenn sie sich für diesen Weg entscheiden, ist tief in ihnen ein Wunsch, dass alles wieder so ist wie früher. Wenn man mit ihnen redet, man zuhört, lernt man sie verstehen. Man kann eintauchen in ihre Welt.

Einmal hat mich ein Obdachloser etwas besonderes gefragt.Er fragte mich, wieviel Probleme ich habe. Oder sogar wie frei ich wäre.

Ich sagte ihn, ich habe eine Wohnung, essen, trinken, einen Job, usw…

Er aber antwortete mir: siehst du, du hast dich um sehr viel zu kümmern, du musst dies und jenes bezahlen und und und…..

Ich muss mich nur um eines sorgen und das ist essen und trinken. Ich bin frei.

Er brachte mich zum nachdenken. Aber in diesem Punkt hatte er vollkommen recht. Aber er würde sein Leben gerne für ein gutes Leben tauschen wollen. Leider war er zu alt, um seine gewohnte Reise loszulassen. Er sagte: er kann niemanden mehr vertrauen, weil ihn die Menschen zu sehr enttäuscht hätten. Im gleichen Atemzug sagte er aber auch, dass er sich selbst am meisten enttäuscht hätte. Diese Geschichte geht noch weiter, aber ich möchte sie nicht hier weitererzählen.

Wieviele von uns würden ein verlassenes Gebäude betreten?

Wer hätte den Mut dies zu tun?

Im Gedanken verankert, dass man jemanden helfen kann.

Etwas zum nachdenken.

In Zuversicht euer

Phillip Ringo Nussbaumer

Was ist Licht

Hallo Freunde.

Gestern am 3.1 waren wir wieder unterwegs.

Begonnen hat es im 11. Bezirk. Da habe ich einen Menschen helfen können, der schon seit fast 20 Jahren auf der Straße ist. Ich hab ein wenig von seinem Leben mitbekommen. Er hat mir einiges erzählt, aber das möchte ich nicht wiedergeben. Denn jeder hat eine Privatsphäre verdient.

Dann war ich in einem leerstehenden Objekt, da hab ich nochmal drei Menschen getroffen, die auch jeweils ein Winterpaket erhalten haben. In diesem Objekt war es schaurig und kalt. Zuerst dachte ich mir, hier kann niemand übernachten, aber dann der Schock, zuerst einer und dann noch zwei. Wahnsinn wie sich manche Menschen über Wasser halten.

Danach waren wir im 21ten Bezirk unterwegs. Obwohl ich sehr gute Kontakte zu Obdachlosen habe und die mir immer Informationen geben, wo sich Obdachlose aufhalten, hat es leider nicht geklappt. Während wir welche gesucht haben, habe ich immer mit Obdachlosen telefoniert. Oder ehemaligen Obdachlosen. Einer meiner Kontakte hat mir kurz vorm heimfahren noch 13 Obdachlose beschert, damit ich sie mit Winterpaketen versorgen konnte. Auch diesmal waren einige rührende Gespräche dabei, wie sie auf die Straße gekommen sind. Die Zeit die ich mir nehme, damit sie gehört werden, ist mir sehr wichtig geworden.

Ich kann nicht einfach zusehen, wie sie auf nassen und kalten Böden schlafen. Kein Licht, Finsternis herrscht und nichts zu essen.

Ich bin auch sehr dankbar für diese Menschen, die essen auf gewissen Plätzen platzieren, damit sich die Obdachlosen das Essen holen können. Klar das es nicht immer hygienisch ist, aber genau diese Aktionen retten leben. Jedesmal wenn ich unterwegs bin, lerne ich neue Situationen kennen, die mich reifer und erfahrener machen. Ich sehe Sachen, die man nicht kennenlernt, wenn man ein Zuhause hat, ein warmes wohlfühlendes Zuhause.

Sein wir ein Teil davon, denn die Menschheit kann nur so stark sein, wie das schwächste Glied in einer Kette. Zeigen wir Herz und schenken Warmherzigkeit.

Lg euer

Phillip Ringo Nussbaumer

Hallo 2021 :)

Hallo Freunde.

Jeden Tag begleiten mich 2 Menschen, wenn ich wir die Winterpakete austeilen.

Wir sind seit dem 1.1 unterwegs um diese auszuteilen.

Am 1.1 konnten wir 39 Winterpakete verteilen. Am 2.1 konnten wir nicht so viele finden, aber konnten immerhin 11 Pakete verteilen.

Gestern wurde mir wieder einiges bewusst.

Wir haben einfach alles. Uns geht es gut und wenn wir etwas brauchen, dann kaufen wir es uns einfach. Klar gibt es Familien denen es auch nicht gut geht, aber zumindest haben wir alle ein Dach übern Kopf. Wir können die Heizung höher schalten, wenn wir frieren.

Gestern Abend, als wir durch die Straßen Wiens gegangen sind, sahen wir eine Bank. Ein Obdachloser deckte sich komplett mit einer Decke übern Kopf zu. Er legte Kartons als Unterlage auf die Bank, damit der Wind die Kälte nicht von unten heraufbläst. Ein Blick, den ich nicht das erste mal sah. Mein Herz trägt großen Schmerz, wenn ich solche Menschen sehe. Ich fragte den Mann, ob er einen Schlafsack haben möchte. Er hat ja gesagt und er kam mit mir mit. Ich fragte ihn, ob er noch etwas benötigt, aber er war sehr dankbar für den Schlafsack. Er meinte, vielleicht kann jemand anderer die Jacke brauchen oder die Socken, Handschuhe, Haube, usw….

Obwohl er nichts hatte, gönnte er das andere was er bekommen könnte, jemanden anderen. Wieviel Herz muss dieser Mensch wohl besitzen?!

Er berührte mich sehr. Seine Dankbarkeit und sein Herz, was er definitiv am richtigen Fleck sitzen hat.

Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mir solche Erfahrungen gibt, damit ich nie vergesse, egal wie arm man ist, das das Herz am richtigen Ort sein sollte. Egal welche Sprache man spricht, egal aus welchem Land man kommt, egal welche Hautfarbe man trägt, egal welcher Religion man angehört.

Was uns alle miteinander verbindet ist: WIR SIND ALLE BRÜDER UND SCHWESTERN.

Wir sind eins und eine große Familie. Vergessen wir niemals, wir alle haben einen Vater und er beobachtet uns. Er vergibt uns unsere Fehler, egal was wir getan haben. Können wir auch so groß sein wie er? Können auch wir nicht unseren Nächsten verzeihen? Geben wir den Hass keine Chance. Schenken wir unser Herz an diejenigen, die es brauchen ♥️

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.

In Dankbarkeit euer Phillip Ringo Nussbaumer

Verlasse 2020 mit einer guten Tat

Hallo liebe Bekannte und Freunde.

Am 30.12 und am 31.12 waren wir wieder für Obdachlose und Hilfsbedürftige unterwegs. Am 30.12 war es leider regnerisch und da haben wir kurzerhand beschlossen, dass wir vier Menüs kochen. Es waren herrliche Gerichte, die allen geschmeckt haben. Wir haben folgendes gekocht:Nudelsuppe PaprikahendlGebr.

  • Hühnerflügel
  • Schweinebraten
  • Putengeschnetzeltes
  • Bratwürstel Beilagen:
  • Basmati
  • Reis
  • Kartoffelpüree
  • Kartoffelsalat
  • Nachspeisen:
  • Gugelhupf
  • Rouladen
  • KekseBananenschnitten

Jeder war begeistert von dem, was wir gekocht haben, sogar die Betreuer, die durften natürlich auch mitessen. Es war wieder ein sehr erfolgreicher Tag 😀

Am 31.12 haben wir wieder draußen gegrillt und haben jede Menge Obdachlose mit warmen Essen versorgt. Damit ist das Jahr 2020 für uns sehr erfolgreich zu Ende gegangen.

Wir können auf ein erfolgreiches Monat zurückgreifen.

Insgesamt wurde im Dezember für 2500 Obdachlose/Hilfsbedürftige und 200 Kinder gegrillt.

Damit konnte ich das Vorjahr wo ich nur für 800 Obdachlose grillen konnte, weitaus übertreffen.

Ich danke allen, die mir bei der Umsetzung geholfen haben. Mein Team war einfach grandios und wir konnten das Team erweitern und erfolgreich die Projekte umsetzen.

Danke an alle die etwas gespendet haben.

Danke an alle die etwas gebacken haben und uns mit Getränken versorgt haben.

Danke an alle Helfer und ein Riesen danke an alle die an uns geglaubt haben.

Das nächste Jahr beginnt mit austeilen von Winterpaketen. Wir haben insgesamt 157 Winterpakete, die an Obdachlose verteilt werden, die keine Nachtquartiere aufsuchen und auf der Straße schlafen.

Falls jemand Obdachlose kennt, die genau in dieser Lage sind, dann meldet euch bei mir.

Danke an alle 😀💪😍

In Dankbarkeit

euer

RINGO FOR HOMELESS Team und Phillip Ringo Nussbaumer

Geben macht glücklicher als Nehmen

FB Beitrag von „Geben macht glücklicher als Nehmen“

Gestern habe ich Kuchen gekauft und Ringo for Homeless das erste mal bei einer seiner Grillaktionen für Obdachlose besucht.

Ihr könnt euch nicht vorstellen wie toll diese Aktion organisiert war!!! Es war nicht nur eine warme Mahlzeit bieten, es war nicht nur einmal etwas anderes zu Essen haben als sonst, dieser Mann und seine freiwilligen Helfer (darunter auch ehemalige Obdachlose) stellen jedesmal bei einer solchen Aktion, etwas auf die Beine, was man Wertschätzung, Akzeptanz, Verständnis und Liebe zum Menschen nennen kann!!!

Es gab neben üblichen Grillgut und Beilagen auch jede Menge Mehlspeisen und Marken-Getränke (nicht den üblichen Verdünnsaft), es gab einen Berg von schön eingepackten Schuhkartons gefüllt mit Dingen wie Hartwurst, Süßes, kleine Spiele, Hygieneartikel, etc.(für das depressive Jänner-Tief), weiters gab es Kleidung zur Entnahme und Spielsachen für die Kinder – ebenfalls zur Entnahme.

Man kann also getrost behaupten, hier wird Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einmal geboten.

Und alles ist Direkt. Keine Organisation die aussortiert, was man evtl. in Secondhand-Shops zu Geld machen könnte, kein Einteilen du darfst diesen Monat nichts mehr-du hast schon. Alles was da ist, darf genommen werden. Natürlich, gebrauchte Ware, aber nicht der letzte Dreck der noch über ist nachdem alles Gute aussortiert ist, sondern die erste Wahl nach der Abgabe von Menschen die es eben nicht mehr benötigen.

Ich weiß, ich schwärme jetzt, aber genauso ist mein Gedanke, diesen bedürftigen Menschen zu helfen. Sie als etwas wertvolles zu sehen, sie Wert zu schätzen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht Menschen der 3. Klasse sind.

Ihr Schicksal anzunehmen ist schon schwer genug für sie, deshalb verdienen sie es dennoch von uns so behandelt zu werden, wie wir es mit anderen uns geschätzten Menschen handhaben.

In diesem Sinne freue ich mich, Ringo ab nächsten Jahr immer wieder zu unterstützen und hoffe auf Eure Mithilfe, so wie ihr mich schon die letzten Jahre unterstützt habt.

Ihr werdet es nicht glauben, aber es berührt mich unheimlich, deshalb hab ich jetzt sogar geheult beim Texten 🥰🥰🥰🥰🥰

Kinderaugen sprechen die schönste Sprache der Welt

Hallo Werte Freunde und Bekannte.

Heute waren wir wieder für Obdach Wien Handelskai unterwegs. Ringo for Homeless grillt für Obdachlose und Hilfsbedürftige. Heute war es ein ganz besonderes Erlebnis.

Heute haben wir für ganze Familien mit Kindern gegrillt. Die Vorbereitungen waren der Hammer.

Wir sind nicht nur mit Essen, trinken und Mehlspeisen aufgetaucht, sondern auch mit:

  • Geschenke und Spielzeuge für die Kids.
  • Gewand und Schuhe für Kinder.
  • Geschenke und Überraschungspakete für die ElternGewand und Schuhe für die Eltern.

Im Großen und Ganzen, war es ein Riesen Weihnachtsfest ♥️

Die Kinder strahlten über das ganze Gesicht, wie sie die Spielsachen und Geschenke ausgesucht haben. Danach durften sie sich noch Gewand und Schuhe aussuchen.

Die Eltern haben sich essen und trinken geholt und wir hatten neben der Weihnachtsmusik richtig gute Gespräche mit den Familien.

Die Eltern der Kinder waren so sehr begeistert, dass sie kurzerhand beschlossen haben, uns einen Tee zu machen. Sie hatten nicht viel, aber sie haben uns etwas angeboten und das konnten wir nicht ausschlagen.

Das Haus habe ich mit nur einem Tag in mein Herz geschlossen. Die Liebe und Wärme die ich gespürt habe, die war echt. Ich habe eine Gänsehaut bekommen. Es war einfach magisch und etwas ganz besonderes.

Außerdem durfte ich eine ganz besondere Person kennenlernen: Korvas Judith. Sie ist für die Organisation Obdach Wien unterwegs. Mit ihr habe ich heuer alle Termine für die Häuser ausgemacht. Es hat alles perfekt funktioniert und die Umsetzung war einfach fabelhaft. Es freut mich auch besonders, dass sie mit uns weiter zusammenarbeiten möchte. Das war für mich so ein Meilenstein, den ich erreichen wollte und mit meinem Team auch geschafft habe. Die zweite Gänsehaut hat mich gepackt ♥️😍.

Auch heute hatte ich wieder neue Helfer/innen, die tadellos mit angepackt haben und ihre Sache perfekt gemacht haben. Auch mein Stammpersonal war wieder mit dabei unter anderem Willi Skillich und seine Frau Stephi Skillich. Genauso zwei Sisters die ihre Arbeit mit viel Lächeln ausüben.

Aber es gibt da noch einen ganz besonderen Menschen, den ich seit mittlerweile schon 3 Jahren kenne und der mich immer wieder unterstützt. Er war leider auch Hilfsbedürftig, aber er hat ein sehr großes Herz und hat mir vor 3 Jahren seine Hilfe gratis angeboten. Um armen Menschen genauso zu helfen, wie ich es tu. Andreas Rapidstani, du bist ein so ein positives Beispiel, dass man nie aufgeben soll. Du hast dich so sehr ins positive entwickelt, dass ich sehr sehr stolz auf dich bin. Wir kennen uns jetzt schon ziemlich lange und ich freue mich sehr, dass du ein Teil von meinem Team bist.

So, genug der Worte. Alle beteiligten können euch gerne darüber erzählen, wie schön es heute war.

Ich danke einfach allen, die mich so kraftvoll unterstützen. Egal bei was für einer Sache es ist. Ob es Mehlspeisen sind, Essen Vorbereitung, Transport, oder sonst etwas. DANKE DANKE DANKE

Kinderaugen sprechen die schönste Sprache der Welt 😍♥️

In Dankbarkeit euer Phillip Ringo Nussbaumer

Weihnachten mit Obdachlosen in Wien

Hallo liebe Freunde.

Heute haben wir dem Wetter die Stirn geboten. Obwohl es sehr kalt und windig war, haben wir unser Ding durchgezogen. Alle haben bis zum Schluss super durchgehalten.

Heute haben wir für Obdach Gänsbachergasse grillen dürfen. Mit viel Sicherheitsabstand, mit Masken und im Freien haben wir die Coronaregeln eingehalten.

Heute haben wir sehr viele Obdachlose/Hilfsbedürftige (350) begrillen dürfen.

Auch in diesem Haus war die Dankbarkeit Riesen groß. Auch dieses Mal gab es ein leckeres Essen und zur Nachspeise jede Menge Auswahl 😊.

Danke an alle Helfer und Helferinnen für euren tapferen Einsatz heute 😊

Danach war ich wieder essen ausliefern bei meinen Schützlingen. Die freuen sich momentan ziemlich riesig auf die frischen Sachen, die sie bekommen. Selbst Mehlspeisen sind für sie übrig geblieben 😊

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

Lg euer Team Ringo for Homeless und Phillip Ringo Nussbaumer